Infoveranstaltung am 22. August – Repression betrifft uns Alle!

Jede Gesellschaftsordnung unterliegt dem Prinzip der Selbsterhaltung. Die Organe eines Systems sind darauf ausgelegt, den Status Quo zu erhalten und werden kaum einfach einen grundsätzlichen Wandel hinnehmen. Wer politisch aktiv ist, eine staatskritische Haltung hat und «die Welt verändern» will muss deshalb damit rechnen früher oder später von staatlicher Repression betroffen zu sein. Deshalb sollten wir uns vorbereiten und uns mit staatlicher Repression auseinandersetzen.

Wer mit staatlicher Repression konfrontiert ist, wird im ersten Moment meist eingeschüchtert sein. Das hat nichts mit persönlicher Schwäche, Versagen oder Unzulänglichkeit zu tun, sondern liegt in der Natur der Sache. Genau dieser Effekt soll mit staatlicher Repression unter anderem erreicht werden. Aufzugeben oder staatliche Repression zu ignorieren, halten wir für denkbar ungünstige Reaktionen.
Sich innerhalb eines Verfahrens orientieren, das Gegenüber einschätzen zu können und das Wissen um formale Rechte bietet nicht nur Schutz, sondern ist Voraussetzung, um im Konflikt mit dem Gesetz so selbstbestimmt wie möglich bleiben zu können.

Die Gruppe Antirep Bern beschäftigt sich mit Repression, informiert darüber und unterstützt politisch aktive Menschen, welche aufgrund ihres Engagements damit konfrontiert sind. Im Rahmen des feministischen Forums findet deshalb am Mittwoch 22. August um 19.00 Uhr ein Antirep-Input im Infoladen Bern statt. Neben juristischen Grundlagen werden wir auch über praktische sowie praxiserprobte Ansätze sprechen, etwa zum Umgang mit Strafverfolgungsbehörden oder zur gegenseitigen solidarischen Unterstützung.

Betroffen sind einige, gemeint sind wir ALLE!